Donnerstag, 13. Dezember 2007

Folge neoliberaler Propaganda: "Moral" wird als Luxus verstanden, den man sich nicht mehr leisten kann

Moralisch abwärts im Aufschwung (Zeit.de)

Die neoliberale Propaganda und ihr menschenverachtendes Menschenbild zeigen Wirkung.

Ausschnitt:

Seit sechs Jahren erkunden der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer und seine Mitstreiter "Deutsche Zustände". Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Einstellung der Deutschen gegenüber schwachen Gruppen – Fremden, Obdachlosen oder Langzeitarbeitslosen. In der ZEIT präsentiert der Bielefelder Professor die Ergebnisse der Langzeitstudie [...]

Die Ergebnisse zeigen, dass über ein Drittel der Deutschen den Aussagen tendenziell zustimmen, die Gesellschaft könne sich wenig nützliche Menschen (33,3 Prozent) und menschliche Fehler nicht (mehr) leisten (34,8 Prozent). Etwa 40 Prozent der Befragten sind der Ansicht, in unserer Gesellschaft würde zu viel Rücksicht auf Versager genommen. Zu viel Nachsicht mit solchen Personen gilt 43,9 Prozent als unangebracht, und etwa ein Viertel stimmt der Aussage zu, dass "moralisches Verhalten (...) ein Luxus (ist), den wir uns nicht mehr leisten können" (25,8 Prozent). (Quelle: Zeit.de)

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