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Montag, 24. November 2008

Kein Staatswesen + rabiate, illegale EU-Fischer = Piraterie vor Somalia

(Via Alarmschrei.de) Illegale Fischerei profitiert von EU-Einsatz am Horn von Afrika (DiePresse.com)

Ausschnitt:

Nach einem Bericht der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO drangen in den Jahren nach 1991 bis zu 700 ausländische Fischereiboote auf der Jagd nach Thunfisch, Hai und Shrimps bis dicht an die somalische Küste vor. Rücksicht auf die einheimischen Fischer nahmen sie nicht. Im Gegenteil: Laut einem Bericht der Londoner Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Environmental Justice Foundation rammten die Invasoren die Boote einheimischer Fischer, beschossen deren Insassen mit Wasserkanonen, kappten ihre Netze und nahmen dabei selbst den Verlust von Menschenleben in Kauf.

Die somalischen Fischer hätten sich dann bewaffnet, um ihre Lebensgrundlage zu verteidigen [...] (Quelle: DiePresse.com)

Sonntag, 23. November 2008

Mitursache der Piraterie vor Somalia: EU-Fischereiflotten und Niederlage der Islamisten in Somalia

Pirates, Terrorists, in Cahoots? (Wired.com, "Danger Room")

Die Piraten vor der somalischen Küste waren zunächst Fischer. Als dann illegale Fischereiflotten unter anderem aus der EU die Küstengewässer vor Somalia leer fischten, wehrten die somalischen Fischer sich, in dem sie "Steuern" von den ausländischen Fischerbooten eintrieben.

Die Piraterie hatte außerdem einen Tiefststand als in Somalia die Islamisten herrschten. Bis dann Truppen aus Äthiopien mit Billigung unter anderem der USA in Somalia einfielen und das Chaos in Somalia wieder größer wurde und so auch die Piraten wieder mehr Freiräume für ihre Aktionen bekamen.

Donnerstag, 20. November 2008

EU-Militär: Schiffe werden geschützt, Menschen nicht

Von Waren und Menschen (Frankfurter Rundschau)

Für den Schutz des Warenverkehrs sind die europäischen Staaten sofort bereit, ihre Militärmaschine in Gang zu setzen, um Schiffe gegen Piraten zu schützen. Die Menschen im in der Nähe liegenden Land jedoch würden ebenso Schutz verdienen, schreibt Leitartikler Thomas Kröter.

Es sei schwer zu begründen, warum die Deutschen und andere Europäer in einer Reihe von Krisengebieten engagiert seien, dem Geschehen im Kongo aber weitgehend bloß zuschauten, hat Bundespräsident Horst Köhler gerade angemerkt. Stimmt. An der (mangelnden) Stärke der Bundeswehr kann es jedenfalls nicht liegen. Von ihren 250 000 Soldatinnen und Soldaten befinden sich gerade mal 7100 im Auslandseinsatz. (Quelle: FR-Online.de)

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Krieg im Kongo? Wo? Was? Na, und? Menschenleben? Mir doch egal.

Kongo/Uganda: Bomben, Raketen und Mörsergranaten (FR-Online.de)

Derzeit lässt sich wieder ganz einfach beurteilen, ob eine Zeitung, ein TV-Sender oder ein Online-Nachrichtendienst - auf bestimmte Thenemgebiete (Technik, Wirtschaft etc.) spezialisierte Nachrichtenangebote einmal ausgenommen - seriös ist: einfach hinsichtlich der Frage, ob über die derzeitige Situation im Kongo berichtet wird und wenn ja wie ausführlich.

Das Thema ist übrigens seit gestern die Hauptnachricht bei der BBC.

Samstag, 8. Dezember 2007

EU-Afrika-Gipfel: Europa klopft Afrika auf die Schultern und will dafür Rohstoffe

EU-Afrika-Gipfel: Welche Interessen hat Europa? (Zeit.de)

Die EU will Afrika nun plötzlich als gleichberechtigten Partner behandeln. Ach, wie edel. Dass das Ganze nur passiert, weil Afrikas Rohstoffe immer wichtiger werden und eine Rallye zwischen Amerika, China und EU um diese Rohstoffe ansetzt, offenbart der ZEIT-Artikel.

Freitag, 7. Dezember 2007

Darfur: Ganze UN-Mission gefährdert, weil niemand Hubschrauber bereitstellt

Ban Ki Moon bittet um Hilfe für Darfur-Mission (Netzeitung.de)

Ausschnitt:

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schlägt Alarm: Die seit Monaten von allen Seiten geforderte Friedensmission in der westsudanesischen Krisenregion Darfur ist gefährdet, weil niemand bereit ist, Hubschrauber und Transportmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Er habe persönlich mit jedem denkbaren Unterstützerland gesprochen, sagte Ban am Donnerstag vor Journalisten in New York, "aber ich konnte auch nicht eine einzige Zusage für einen Hubschrauber bekommen." [...] "Wir bekommen keine Hubschrauber. Und deshalb steht die ganze Mission auf dem Spiel", sagte er. (Quelle: Netzeitung.de)