Posts mit dem Label Umweltschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Umweltschutz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. September 2009

Geologen waren gegen Gorleben

Experte Dieter Ortlam: Geologen waren gegen Gorleben (Frankfurter Rundschau)

Zitat:

Die NLfB-Experten hätten in den 70er Jahren den Salzstock an der DDR-Grenze für nicht endlagerfähig gehalten, so der inzwischen pensionierte Hydrogeologe Ortlam. "Die zuständigen Fachleute waren entsetzt, als der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht sich auf Gorleben festlegte." [...]

Ortlam hält Salz als Endlager-Medium allerdings grundsätzlich für geeignet. "Es ist am besten, um Atommüll sicher einzuschließen", sagte er der FR. [...]

Der Geologe bedauert, dass der frühere Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) die Gorleben-Auswahl 1977 nach politischen, nicht wissenschaftlichen Kriterien getroffen habe. (Quelle: FR-Online.de)

Mittwoch, 29. Juli 2009

Behörden in Brandenburg berauben legal die Öffentlichkeit: Öffentliche Seen werden an Private verscherbelt

Land privatisiert Gewässer: Seeparee in Brandenburg (Frankfurter Rundschau)

Zitat:

Die Seen würden für "lächerliche Beträge" verhökert. Dabei "nützt die Privatisierung nur wenigen, schadet aber ganz vielen". Zum Beispiel der Tourismusbranche, die ihre Reisekataloge gern mit dem pittoresken Seenpanorama schmückt, um Besucher anzulocken. (Quelle: FR-Online.de)

Die Gemeinden sind pleite und können sich nicht leisten, die Seen zu kaufen. Der Bundestag findet diese Praxis des Ausverkaufs von öffentlichen Lebensressourcen an Private total klasse - woran man indirekt wieder sehen kann, wem die Parteien CDU/CSU, FPD und SPD eigentlich gehören und gehorchen. Dem Bürger jedenfalls nicht.

Donnerstag, 12. März 2009

Mineralwasser mit Hormonen belastet; Plastikverpackungen im Verdacht

Hormone im Mineralwasser entdeckt (Frankfurter Rundschau)

Zitat:

Das beliebteste Getränk der Deutschen sei den Forschungsergebnissen zufolge mit Hormonen belastet, die dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähneln, teilte die Goethe-Universität am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Noch sei jedoch nicht klar, ob davon eine Gesundheitsgefährdung ausgehe. [...]

"Allerdings mussten wir feststellen, dass Mineralwasser hormonell betrachtet in etwa die Qualität von Kläranlagenabwasser aufweist." (Quelle: FR-Online.de)

Leitungswasser (abgekocht) + Bio-Grüntee. Mehr braucht der Mensch nicht.

Mittwoch, 26. November 2008

NRW-Umweltminister im Zwielicht: Ging er gegen Politiker der Grünen mittels Polizei und U-Haft vor?

Kritiker mundtot gemacht: NRW-Umweltminister im Kreuzverhör (Taz.de)

Der Stellvertreter des NRW-Umweltministers stellt "unter allen denkbaren strafrechtlichen Aspekten" Strafanzeige gegen Harald Friedrich, einen ehemaligen (grünen) Abteilungsleiter des Umweltministeriums. Nach drei Monaten Wochen in Untersuchungshaft fallen die Vorwürfe gegen Friedrich alle in sich zusammen.

Pikant daran: Friedrich hatte den jetzigen NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) in arge Erklärungsnöte gebracht, weil er auf Versäumnisse von Uhlenberg hinwies.

Montag, 24. November 2008

Teile der Union fordern weniger Umweltschutz wegen Wirtschaftskrise

Konjunkturkrise stoppt Klimaschutz (Berliner Zeitung)

Stimmt natürlich nicht. Also dass die Konjunkturkrise den Klimaschutz stoppt.

Ausschnitt:

In einem Brief an die Bundeskanzlerin forderte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), die CO2-Minderungsziele so zu gestalten, dass keine Arbeitsplätze gefährdet werden. Ähnlich äußerten sich der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und sein niedersächsischer Kollege Christian Wulff. Das Bundesumweltministerium wies die Forderungen zurück. "Die Klimaschutzziele stehen nicht zur Disposition", sagte Ministeriumssprecher Jürgen Maaß der Berliner Zeitung. "Die Wirtschaftskrise birgt vielmehr gerade die Chance, umweltfreundliche Technologien konjunkturwirksam zu fördern. Fortschrittliche Teile der Wirtschaft haben das bereits erkannt", sagte Maaß. (Quelle: BerlinOnline.de)

Aber die Auftraggeber von Glos, Seehofer, Wulff und Müller verlangten halt, dass mal wieder gegen den Klimaschutz gewettert wird.

Ich freue mich schon auf die nächste Runde, in der dann aus der Union weitere Lobbyisten-Forderungen mit der Wirtschaftskrise begründet werden: Mehr Atomkraft wegen Wirtschaftskrise, strengere Asylpolitik wegen Wirtschaftskrise, Bundeswehr im Inneren wegen Wirtschaftskrise, Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems wegen Wirtschaftskrise und so weiter.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Argumente gegen Atomkraft

So bleiben Sie AKW-Gegner (Taz.de)

Die Taz liefert einige Argumente gegen Atomkraft, lässt aber zwei wichtige Argumente weg: Dass der Brennstoff von Atomkraftwerken auch begrenzt ist und vor allem, dass die Förderung dieses Brennstoffes ebenfalls mit nicht unerheblichen Umweltrisiken verbunden ist. Interessant allerdings: Deutschland ist Stromexporteur und es könnten noch einige Atomkraftwerke abgeschaltet werden und Deutschland wäre immer noch Stromexporteur. Außerdem bedürfe es heute - gerade wegen des Anteils erneuerbarer Energien auf dem Strommarkt - einer flexibleren "Grundlast" als sie Atomkraftwerke technisch bereit stellen können. Lesenswert also.

Dienstag, 24. Juni 2008

Atommülllager "Asse" mit geringer Halbwertszeit

Erhöhte Radioaktivität: Krisentreffen wegen Atommülllager Asse (Spiegel.de)

In dem ehemaligen Salzbergwerk werden schwache bis mittelstark radioaktive Abfälle "endgelagert". Solch eine Endlagerung soll die Umwelt eigentlich millionen Jahre schützen vor Radioaktivität. Nun gibt es schon nach 40 Jahren zehnmal höhere Strahlen-Werte als vorgesehen.

Freitag, 6. Juni 2008

Eine Meldung, die auch noch in einer Millionen Jahren aktuell sein wird

Nördliches Breitmaulnashorn ausgestorben (Scinexx)

Eine Bestandsaufnahme im kongolesischen Garamba Nationalpark, dem letzten Verbreitungsgebiet von Ceratotherium simum cotton, hat ergeben, dass offenbar kein Tier mehr da ist. "Es kann sein, das noch ein oder zwei Tiere irgendwo im Busch verborgen waren und unserer Untersuchung durch die Lappen gegangen sind, doch das macht realistisch gesehen auch keinen großen Unterschied mehr," sagt der Nashorn-Experte Pete Morkel von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), der die von Flora Fauna International beauftragte und finanzierte Bestandsaufnahme in Garamba geleitet hat. (Quelle: G-O.de)

Und das, obwohl Nashörner zu den "Symbol-Tieren" des Umweltschutzes gehören, für deren Schutz man sofort bei allen Menschen Sympathie findet und für die es auch meist leicht ist, Geld zu beschaffen und Regierungen für Unterstützungsmaßnahmen zu gewinnen.

Dienstag, 27. Mai 2008

Weil Bauern überfordert waren mit kompliziert zu behandelndem neuen Saatgut, mussten viele Bienenvölker sterben

Insektizid: Tausende Bienenvölker bedroht (Zeit.de)

Die Bienen sterben anscheinend wegen eines neu (und falsch) eingesetztes Insektizids bei der Mais-Aussaat. Die Nebenwirkungen des Insektizids waren wohl nicht ausreichend bekannt oder wurden von der Herstellerfirma "Bayer Crop-Science" nicht ausreichend kommuniziert. Auf jeden Fall hatten viele Bauern keine Ahnung, wie sie die mit Insektiziden vorbehandelten Maiskörner richtig behandeln mussten bei der Aussaat.

Fehler im System, würde ich sagen.

Freitag, 15. Februar 2008

Der grüne Punkt ist eigentlich pure Geldvernichtung und hilft der Umwelt kaum

Gelbe Tonne ohne Nutzen, dafür aber mit hohen Kosten (3Sat-Sendung "Nano")

Ausschnitt:

139.000 Tonnen Restmüll werden in Düsseldorf jährlich verbrannt. 12.000 Abfall kommen im gelben Sack zusammen, von dem die Hälfte als unbrauchbarer Sortierrest ebenfalls verbrannt wird. Nur 2500 Tonnen Kunststoffe werden aus dem Grünpunkt-Müll gesammelt, von denen wiederum zwei Drittel verbrannt werden - nur 1000 Tonnen Kunststoffe können so recycelt werden. "Da kann man sich auch überlegen, ob man nicht gleich alles ohne Aufbereitung in die Verbrennung gibt", sagt Ultrich Koch vom Verband der kommunalen Städtereiniger. "Die Aufbereitung als Ersatzbrennstoff kostet teilweise bis zu 1000 Euro bei Kunststoffen - das ist Geldvernichtug pur."

"Wir haben heute Trennsysteme, die pro Sekunde 300.000 Einzelentscheidungen treffen um zu sortieren", sagt Wiemer. Technisch könen sie heute Kunststoffe in zehn oder mehr verschiedene Sorten trennen, etwas, was der Mensch gar nicht kann." In ihrem Gutachten 2002 haben die Umweltweisen den ökologischen Sinn der Getrenntsammlung eindeutig bezweifelt. [...]

Der Rückkehr zu diesem Eintonnensystem steht aber die gültige Verpackungsverordnung entgegen, die die getrennte Erfassung und Verwertung des Verpackungsmülls vorschreibt. Dem ZDF-Magazin "Frontal 21" liegt ein Vertrag vor, in dem das Duale System den Entsorgungsfirmen Höchstquoten vorschreibt: "Übergibt der Auftragnehmer dem Sortiervertragspartner ... weniger als 98 Prozent der ... Bezugsmenge ... erhält er für jede Tonne Mindermenge eine Mehrvergütung von 55 Euro." Der Unternehmer macht damit Gewinn, wenn er gelbe Tonnen ungeleert und gelbe Säcke zurücklässt. (Quelle: 3Sat.de/Nano)

Samstag, 9. Februar 2008

Schadinsekten resistent gegen Gentechnik-Baumwolle

Schadinsekten resistent gegen Gentechnik-Baumwolle (3Sat-Sendung "Nano")

DAS hätte ja NIEMAND gedacht! Nun sind die Insekten auch immun geworden gegen die Insektizide, die in gentechnisch veränderten Pflanzen direkt hergestellt werden. Die Folge: Die Pflanzen müssen mittlerweile die tausendfache Gift-Dosis produzieren, damit sie nicht von Insekten gefressen werden.

Aber ohne Gentechnik wären wir alle ja schon längst verhungert oder könnten uns keine Kleider (Baumwolle) mehr kaufen und lebten wieder wie im Mittelalter, vermute ich.

Die Lüge vom angeblich sauberen Atomstrom

Uranbergbau für Kraftwerke birgt Krebsgefahr (3Sat-Sendung "Nano")

Der Uranbergbau weltweit gefährdet die Umwelt. Schon bei der Gewinnung des Brennstoffes verunreinigen also die Atomkraftwerke die Umwelt.

Der zugehörige Video-Beitrag ist erheblich ausführlicher als der oben verlinkte Textbeitrag, deshalb auch sehenswert.

Montag, 17. Dezember 2007

Statistikexperte erklärt die Unzulänglichkeiten der Studie zu Leukämiefällen rund um Kernkraftwerke

Leukämiestudie: Ein Statistikexperte erklärt die Messmethoden (Zeit.de)

Ausschnitt:

[Beck-Bornholdt:] Im Prinzip hat man gehandelt wie der "texanische Scharfschütze", von dem in der Statistik viel die Rede ist: Man hat auf ein Scheunentor geschossen und dann die Zielscheibe um die Einschusslöcher herum gezeichnet. In diesem Fall sind dann zwar noch jüngere Fälle in die Studie aufgenommen worden, aber die alten sind dringeblieben. Das ist so, wie wenn der Scharfschütze noch einen zusätzlichen Schuss auf die durchlöcherte Scheibe abgibt und dann sagt: Eigentlich habe ich ganz gut getroffen!

ZEIT: Wird denn hier mit der Statistik getrickst?

Beck-Bornholdt: Nein, die Autoren sagen ganz deutlich, was die Beschränkungen ihrer Arbeit sind. Das wird nur in den Medien nicht unbedingt berücksichtigt. [...] Entscheidend ist, dass man die genaue Konzeption der Studie entwirft, bevor man die Daten kennt. Sonst ist man nur ein "texanischer Scharfschütze". (Quelle: Zeit.de)

Ermittler bei Polizei und Geheimdiensten, die meinen, mit Data-Mining Verdächtige zu finden, gehen übrigens häufig auch so vor wie dieser "texanische Scharfschütze" und so produzieren sie einen falschen Verdächtigen nach dem anderen und ziehen aus ihrer Erfolglosigkeit nur den Schluss, dass ihre Daten immer noch nicht ausreichen würden. Idioten. Alles Idioten.

Freitag, 7. Dezember 2007

Berliner IHK und Handwerkskammer fordern Enteignung von Stromkonzernen

Kampfansage an Stromoligopol (Junge Welt)

Ausschnitt:

Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer fordern einen Baustopp für Projekte des Energiekonzerns Vattenfall Europe in der Bundeshauptstadt. Solange neue Anbieter am Markt keine Chance hätten, dürfe der Senat keine Kraftwerksneubauten von Vattenfall in Berlin genehmigen, sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer am ­Donnerstag.

Um tatsächlichen Wettbewerb am deutschen Energiemarkt zu ermöglichen, müßte vor allem das Oligopol der vier Energiekonzerne RWE, E.on, Vattenfall Europe und EnBW zerschlagen werden. Denn abgeschriebene Kraftwerke ermöglichten den marktbeherrschenden Konzernen niedrigste Stromerzeugungskosten, die zu einer Blockade des Kraftwerksneubaus durch neue Anbieter führe, sagte Schweitzer weiter. Der Senat sollte sich daher auf Bundesebene für eine Verkaufsverpflichtung von Kraftwerkskapazitäten der "großen Vier" an neue Anbieter einsetzen. (Quelle: JungeWelt.de)

Kommunismus!!1!11

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Kommenden Samstag europaweiter Stromausfall wegen Aktion "Licht aus"?

Aktion "Licht aus" kann Stromnetz lahmlegen (Welt.de)

Das wär's doch. Und nachher kommen auf den für die Aktion verantwortlichen Springer-Verlag Schadensersatzklagen in Milliarden-Höhe zu und Bild würde endlich von der Bildfläche verschwinden.

Also sicherheitshalber am Samstag Abend Computer ausschalten, Wohnung gut vorwärmen und Kerzenvorräte anlegen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Gutachten: Straßenverkehr verursacht in Berlin nur 5% des Feinstaubs

Gutachter: Berliner Umweltzone ist nur heiße Luft (Berliner Zeitung)

Ausschnitt:

Wann immer in Berlin der EU-Grenzwert überschritten wird, seien dafür Partikel verantwortlich, die von außerhalb herangeweht werden - Bodenstaub aus den "Streusandbüchsen" in Brandenburg und Ammonium-Sulfat-Nitrat aus Kraftwerken in Osteuropa. "Die Überschreitungen sind durch Ferntransporte bedingt und durch keinerlei lokale Maßnahme zur Verbesserung der Luftqualität zu vermeiden", sagte Möller. 80 bis 90 Prozent des Berliner Feinstaubs stammen nicht aus Berlin. Dagegen habe der Berliner Straßenverkehr an der Feinstaubbelastung nur einen geringen Anteil - auf das gesamte Stadtgebiet gerechnet höchstens fünf Prozent. (Quelle: Berlinonline.de)

Mittwoch, 28. November 2007

Genmais: Ist EU-Kommission verlängerter Arm der Industrie?

Die Abstimmung über die Aufhebung des Genmais-Importverbots Österreichs zeigt die undemokratischen Strukturen der Europäischen Union und der WTO (NachDenkSeiten.de).

In vielen EU-Mitgliedsländern haben die nationalen Genehmigungsbehörden ernste Zweifel an der Sicherheit von Genmais. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) teilt diese Bedenken jedoch nicht. Die WTO will, dass die EU ihr Importverbot für Genmais aufhebt. Die EU übt Druck auf die Mitgliedsländer aus, ihre individuellen Genmais-Importverbote zurückzunehmen.

Man erkennt: Die Machtzentrale Europas liegt eindeutig in Brüssel. Und dementsprechend heiß geht es dort unter den Lobbyisten her. Selbst Volksentscheide in Österreich gegen den Genmais-Import können via Brüssel wieder außer Kraft gesetzt werden.