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Donnerstag, 6. August 2009

Berichterstattung über kommende Leichtathletik-WM wird zeigen, welche Medien ihre Mitarbeiter schützen und welche nicht

taz sagt Leichtathletik-WM ab (Heise.de)

Auf den ersten Blick eine für Sportdesinteressierte völlig unwichtige Meldung, so scheint es: Die Taz wird nicht von der 12. Leichtathletikweltmeisterschaft berichten, die in wenigen Tagen in Berlin anfängt.

Die Taz berichtet jedoch nicht, weil sich eh kaum jemand dafür interessiert, oder weil sie Personalmangel haben. Nein, die Taz berichtet nicht, weil die Taz ihre Mitarbeiter und Journalisten beschützen will - so wie sich das für einen verantwortungsvollen Arbeitgeber gehört.

Denn jeder TV-Sender, jeder Radio-Sender und jede Zeitung, die in den nächsten Tagen eigene Reporter vor Ort von der Leichtathletikweltmeisterschaft berichten lassen, verletzen dabei die Rechte ihrer Mitarbeiter und Journalisten, weil die Journalisten nämlich unterschreiben mussten, dass das privatwirtschaftliche "Berliner Organisations-Komitee" (BOC), das die DopingSpiele organisiert, intensiven Zugriff auf viele bei den Sicherheitsbehörden eventuell gespeicherten Daten der Journalisten bekommen darf.

Zitat:

Ihnen [den Taz-Journalisten, Anmerkg. von mir, Solon] wurde den Angaben zufolge die Akkreditierung verweigert, weil sie die Einverständniserklärung nicht unterschrieben beziehungsweise entscheidende Passagen gestrichen hatten. Hätten sie es getan, wären laut taz über sie Erkundungen beim Landesdatensystem POLIKS, beim Polizeiinformationssystem INPOL-neu, beim polizeilichen Staatsschutz Berlin, bei der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze ("Gewalttäter Sport") sowie bei "vergleichbaren Datensammlungen der Polizei des Bundes und der Länder" eingeholt worden. Auch der Verfassungsschutz der Länder und des Bundes sowie der Bundesnachrichtendienst würden in die Untersuchungen eingebunden. Dies sei nicht nur unverhältnismäßig, hält die tageszeitung fest, es fehle zudem eine Rechtsgrundlage und die Journalisten würden ohne Anhaltspunkte zu potenziellen Verdächtigen gestempelt. (Quelle: Heise.de)

Man wird also in den nächsten Tagen offen sehen können, welche Arbeitgeber in den Medien die Rechte ihrer Mitarbeiter mit Füßen treten. Denn jeder Sender oder jede Zeitung, die mit eigenen Mitarbeitern direkt vor Ort von diesem krankheitsfördernden Profi-Sport-Ereignis berichtet, muss folgerichtig seine Journalisten zuvor ins Messer hat laufen lassen.

Natürlich ist das alles auch ein erneutes Beispiel für inaktzeptable Gesetze, die den Datenschutz nur als Erschwernis für Sicherheitsbehörden begreifen und nicht als Schutz für die Bürger. In Berlin regiert übrigens die SPD und die Linkspartei in einer Koalition. Warum also lassen sie derartige gesetzliche Möglichkeiten zu, dass Privatfirmen überhaupt in diesem Umfang Daten von staatlichen Sicherheitsbehörden nutzen dürfen?

Donnerstag, 7. Mai 2009

Angriff auf Freiheit: Interessenvertretung der Paintballspieler wehrt sich gegen Verbot ihres Sportes

Pressemitteilung vom 07.05.2009 zum geplanten Verbot des Paintballsports (Forum Pro Paintballsport)

Eine interessante Pressemitteilung der "Interessenvertretung aller in Deutschland im Paintballsport engagierten und registrierten Paintball-Spielfelder, des Spielerverbandes EPBF, der Händlervereinigung sowie der Paintball Bundesliga" zum geplanten Verbot von Paintball.

Zitat:

In den letzen 20 Jahren haben wir schon mehrfach erfolglose Versuche erlebt, Paintball als sittenwidriges Spiel zu brandmarken.

Alle Gesetzesinitiativen sind in breiter Mehrheit in der Vergangenheit gescheitert. Die Vorwürfe konnten in der Vergangenheit immer wieder als hilfloser Versuch populistischer Meinungsmache enttarnt werden. [...]

Auch deutsche Gerichte haben ein Verbot bisher abgelehnt. Hier ein Zitat eines Urteils des Verwaltungsgerichts Dresden:

"Der bloße Verdacht, dass das angebotene Verhalten später einer entwürdigenden Behandlung von Menschen Vorschub leiste, könne noch nicht die von den Behörden angenommene Verletzung der Menschenwürde darstellen. Ein entsprechender Wirkungszusammenhang zwischen dem Spiel und der Ausübung von Gewalt sei nicht belegt. Das Spiel selbst verletze weder Wertmaßstäbe des Grundgesetzes noch den gesellschaftlichen Wertekonsens. Somit wäre ein Verbot grundgesetzwidrig..." [...]

Paintball hat sich gerade in den letzten Jahren national und international stark entwickelt. [...]

Auch das mediale Interesse und die öffentliche Anerkennung ist durch die europaweite Fernsehübertragung der Millennium-Series auf Eurosport 2 sowie die deutschlandweite Übertragung der 1. Bundesliga positiv gewachsen. [...]

Paintball bietet Hunderttausenden Erwachsenen in Deutschland eine außergewöhnliche Ablenkung vom Alltag. Darüber hinaus gibt es Hunderte von Paintballvereinen, die feste soziale Gemeinschaften bilden und an den Wochenenden für Turniere und Ligen gemeinsam trainieren. [...]

Leider wurden wir von den zuständigen Stellen zuvor nicht mehr kontaktiert oder angehört. Dies ist sehr schade, denn wir haben gerade zu den entsprechenden Behörden bislang immer ein sehr gutes, von offener Kommunikation geprägtes Verhältnis gepflegt und würden uns wünschen, dass diese Kommunikation wieder in Gang kommt. In einer Demokratie sollten alle Seiten die Chance bekommen, ihre Argumente vor einer Entscheidung darzulegen. Notfalls werden wir jedoch auch juristisch gegen ein solches Gesetzesvorhaben vorgehen, denn um Rosa Luxemburg, die bekannte deutsche Freiheitskämpferin, zu zitieren: "Die Freiheit stirbt von den Rändern"! (Quelle: Forum-Pro-Paintballsport.de)

Der Verbotsvorstoß hat somit zumindest ein Gutes: Immer mehr Leuten wird deutlich, dass SPD und Union mit ihrer Politik die bürgerlichen Freiheiten bedrohen.

Spielen verboten

Waffenrecht: Berlin will "Paintball" verbieten (Frankfurter Rundschau)

Zitat:

Demnach sollen Spiele wie Paintball und Laserdom künftig verboten und Verstöße mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro belegt werden. Bei Paintball, auch Gotcha genannt, machen die Spieler mit Farbkügelchen, bei Laserdom [gemeint ist wohl Laserdrom, Anmerkg. von mir, Solon] mit Laserpistolen Jagd aufeinander.

"Dabei wird das Töten simuliert", begründete der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) das geplante Verbot in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". (Quelle: FR-Online.de)

Gut, dass Bosbach nicht weiß, was ich des Nachts so alles in meinen Träumen simuliere...

Was werden diese komplett irren Politiker von SPD und Union jedoch nach dem sicherlich irgendwann trotz der neuen Verbote kommenden nächsten Amoklauf verbieten? Reale Waffen wollen sie ja nicht verbieten. Was bleibt da also noch übrig? Wasserpistolen? Böller? Juckpulver? Ah, ich weiß es: Furzkissen (simulierte Umweltverschmutzung).

Infos zu Laserdrom.
Infos zu Paintball.

Freitag, 16. Januar 2009

Versuch gegen umfassenden Präventionswahn: OVG Lüneburg: Viele BKA-Datenbanken möglicherweise illegal

Fußball-Gewalttäter: Gericht hält BKA-Datei für rechtswidrig (Spiegel.de)

Ausschnitt:

Da es sich um eine sogenannte Verbunddatei handelt, die auch von den Bundesländern bearbeitet und abgerufen werden kann, sei laut Paragraf 7, Absatz 6 des BKA-Gesetzes eine Rechtsverordnung nötig.

Dafür bedürfe es einer Zustimmung des Bundesrates, doch diese Verordnung ist laut Gerichtsurteil nie erlassen worden, womit die Datei "Gewalttäter Sport" rechtswidrig sei. [...]

Wenn diese das Urteil bestätigt, könnte das Konsequenzen über den Fußball hinaus haben. Denn das BKA betreibt Dutzende Dateien mit Millionen gespeicherten Datensätzen.

Offiziell weiß niemand, um wie viele es sich handelt. [...]

Zwischenzeitlich waren rund 10.000 Personen in der Datei "Gewalttäter Sport" erfasst. Unter ihnen [...] offenbar auch Fans, deren Personalien lediglich festgestellt worden waren, weil sie sich in der Nähe einer Schlägerei aufhielten oder an einer Demonstration teilnahmen. [...]

Rössner rügt die "präventive Intoleranz" des BKA und nennt mögliche Folgen eines Eintrags in die "Gewalttäter Sport"-Datei, ob berechtigt oder nicht: Meldeauflagen, Hausbesuche der Polizei, Passentzug oder Reiseverbot. "Fans, die gelistet sind, werden darüber nicht unterrichtet. Wie soll man sich so wehren?", fragt Wilko Zicht, Sprecher des Bündnisses aktiver Fußballfans (Baff). Es sei schon vorgekommen, dass Fans unwissend am Flughafen standen und von ihrem Urlaub abgehalten wurden, weil im Ausland zur selben Zeit ein Spiel ihres Clubs stattfand. (Quelle: Spiegel.de)

Donnerstag, 27. November 2008

Verantwortunglos: Presseagentur DPA und DFB

(Via Wortfeld.de) Klarstellung (Weblog von Jens Weinreich)

Der Sportjournalist Jens Weinreich hat dem DFB angeboten, den Streit beizulegen. Der DFB antwortete nicht. Jens Weinreich erwirkte daraufhin erfolgreich eine Unterlassungserklärung gegen den DFB, dass der DFB seine diffamierenden Behauptungen nicht weiter via Presseerklärungen verbreiten darf.

Und wie reagiert der DFB? Er gibt eine diffamierende Presseerklärung raus, die auch prompt ohne jegliche kritische Anmerkungen oder weitere Hintergrundinfos von der DPA weiterverbreitet wird.

Welche dämlichen Medien sind eigentlich noch Kunden der DPA?

Ausschnitt:

Jetzt ist die Diffamierungskampagne des DFB perfekt. Denn die Deutsche Presse-Agentur (dpa) verbreitet soeben folgende Meldung, ganz im Sinne des DFB:

"Hamburg (dpa) - DFB-Präsident Theo Zwanziger wird gegen den Journalisten Jens Weinreich, der ihn als «unglaublichen Demagogen» bezeichnet hat, Klage erheben. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt. Laut DFB sei 'auch der letzte Versuch gescheitert, auf eine gütliche Beilegung des Verfahrens hinzuwirken'."

Dann ist doch alles wunderbar. Kommunikationsherrschaft hergestellt.

Ach übrigens, Sie wollen wissen, ob dpa bei mir nachgefragt hat? Blöde Frage. Natürlich nicht. Warum auch. (Quelle: JensWeinreich.de)

Mittwoch, 19. November 2008

Internationaler Journalistenverband attackiert Deutschen Fußballbund scharf wegen dessen Lügen- und Rufmordkampagne gegen Journalisten

(Via Stefan-Niggemeier.de) EFJ Condemns German Football Bosses' Attack on Reporter (International Federation of Journalists)

Ausschnitt:

On 14 November the DFB issued a press release, containing no less than 18 errors of fact and distortions according to the journalist, and which he says aims to destroy his journalistic reputation and to stifle his criticism of the administration of football and Olympic sport in Germany. (Quelle: IFJ.org)

Dienstag, 18. November 2008

DFB-Lügen-Kampagne gegen Journalisten macht erste Medien aufmerksam

Der DFB blamiert sich (N-TV.de)

Über die Lügen-Kampagne des Deutschen Fußballbundes gegen einen Journalisten.

Ausschnitt:

Und dies ist beileibe nicht die einzige Falschaussage in der Pressemitteilung, in der der DFB seinem Präsidenten öffentlich beispringen wollte. Genau das macht die ganze Angelegenheit so unfassbar [...].

Niersbach und Stenger haben die Pressemitteilung verbreitet bzw. geschrieben mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass die darin enthaltenen Falschaussagen weiterverbreitet werden. (Quelle: N-TV.de)

Montag, 17. November 2008

Der DFB und der Schmierenjournalismus des Springer-Verlags - ein Paar, das wunderbar zusammenpasst

Blogs, Meinungsfreiheit, PR & Lügen: DFB vs. Jens Weinreich (Netzjournalist)

Thomas Mrazek listet noch einmal die Quellen rund um den DFB-Skandal rund um Theo Zwanziger auf.

Die Medien reagieren bislang fast gar nicht. Oder übernehmen gar das ekelhafte Lügengeschwätz dieses ekelhaften Vereins namens Deutscher Fußballbund, wie zum Beispiel (und natürlich) die ekelhafte Zeitung "Welt am Sonntag", wie Stefan Niggemeier berichtet.

Das Publikum guckt zu. Das Publikum wird sich seine Meinung bilden über diese ekelhaften deutschen Medien. Irgendwann wird das Konsequenzen haben, auch wenn nicht wenige deutsche Journalisten bislang allzu häufig erfolgreiche, von Lobbyisten bezahlte, Meister im Verdrehen, Diffamieren, Weglassen und Desinformieren waren.

Samstag, 15. November 2008

Die sympathischen älteren Herren des DFB greifen zur Diffamierung, um kritischen Journalisten anzugreifen

DFB: Diffamieren statt Klagen (Stefan-Niggemeier.de)

Die Auseinandersetzungen zwischen dem Sportjournalisten Jens Weinreich und dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, treten in eine neue Eskalationsstufe ein.

Es scheint so zu sein, dass nun wesentliche Teile der DFB-Führung mit Halb- und Unwahrheiten gegen einen Sportjournalisten vorgehen, weil sie vor Gericht gegen kritische Äußerungen des Journalisten nichts ausrichten konnten.

Thilo Baum kommentiert den Vorgang so:

Mir scheint es, als habe sich in den Presseabteilungen heutiger Organisationen die Überzeugung eingenistet, man könne jederzeit mit ein bisschen Geld, Drohungen, Abmahnungen, einstweiligen Verfügungen oder öffentlicher Diffamierung jemanden ruhig stellen. (Quelle: Thilo-Baum.de)

Thilo Baum ruft außerdem dazu auf, für den Anstand in Wirtschaft und Medien zu kämpfen. Mal sehen, ob die größeren Medien in diesem Tschland die Sache aufgreifen. Schließlich hat der DFB in Deutschland ja einen gewissen politischen, medialen und wirtschaftlichen Einfluss, den es zu beobachten gilt - normalerweise jedenfalls, also bei Journalisten, die sich und ihr Handwerk ernst nehmen. Wo wir auch schon beim Problem wären, das es hier in Tschland so gibt mit unseren Journalisten und Medien...

Der DFB jedenfalls nimmt sich selbst sehr ernst und schickte sein Diffamierungsrundschreiben gegen den kritischen Journalisten wohl auch gleich mal an einige Bundestagsabgeordneten weiter.

Es wird nun anhand dieses Beispiels äußerst interessant sein zu beobachten, ob es in Deutschland im Bereich der Berichterstattung über politisch, wirtschaftlich und medial einflussreiche Gruppen noch eine freie und unabhängige Presse gibt.

Montag, 7. April 2008

Olympische Spiele in China werden abgesichert durch Gewalt, Folter und Tod

China: Eine Welt - ein Alptraum (Frankfurter Rundschau)

Ausschnitt:

Als Besucher der Olympischen Spiele in Peking werden Sie die Wolkenkratzer sehen, große Straßen, moderne Stadien und jubelnde Mengen. Das ist die äußere Fassade. Aber hinter den Blumen und dem Lächeln, hinter dem Bild der Harmonie und des Wohlstands verbergen sich Unglück, Tränen, Freiheitsberaubung, Folter und Tod. (Quelle: FR-Online.de)

Das, was da in China stattfindet, sind - so könnte man sagen - nicht "die" Olympischen Spiele. Es ist eine kommerzielle und politische Veranstaltung. Nichts anderes. Und die Sportler sind die Deppen, die sich für so etwas hergeben. Nur derjenige, der sich so etwas dann auch noch im Fernsehen anschaut, ist noch ein größerer Depp.

Noch ein Ausschnitt:
Im April 2007 gab das Ministerium für Öffentliche Sicherheit eine geheime Anweisung zur Untersuchung aller Kandidaten für die Olympiade heraus. Das Dokument listet 43 Personentypen in 11 verschiedenen Kategorien auf, denen die Teilnahme an den Olympischen Spielen verboten ist, darunter Dissidenten, Menschenrechtsvertreter, Journalisten und Angehörige anderer Religionen. (Quelle: FR-Online.de)

Der Artikel berichtet weiter von Vertreibungen, monatelangen Einsperrungen, der Vernichtung von Existenzen und Eigentum und natürlich von Folter und Tod - nur um Raum zu schaffen für die Sportstätten und neue Gebäude, die für die Olympischen Spiele benötigt werden und um Kritiker kalt zu stellen. Dass es rund um die Olympischen Spiele massivste Korruption gibt, gehört ja schon zum guten Ton dieser verachtenswerten Veranstaltung.

Welcher teilnehmende Sportler wäre bereit, Familienangehörige ins Gefängnis zu schicken oder sein Haus zu verlieren, nur damit er an diesen "Olympischen Spielen" teilnehmen kann?

Es geht bei den "Olympischen Spielen" in China um viel, nur um eines nicht: um Sport.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Sachsen: Einsatz fliegender Überwachungsdrohnen geplant

Sachsen: Drohne auch gegen Demonstranten? (Zeit.de)

Ausschnitt:

Sachsens Innenminister will eine unbemannte Drohne gegen Hooligans einsetzen. Der Plan ist brisant – auch Demonstrationen sollen so überwacht werden. [...] Die Flugmaschinen können auch aus Höhen von 3000 Metern noch scharfe Aufnahmen von menschlichen Gesichtern machen, sind innerhalb weniger Minuten einsatzbereit und können wie Helikopter in alle Richtungen manövrieren.

"Einige Geräte, mit denen wir arbeiten, sind schon in 50 Metern Entfernung kaum noch zu hören" [...]

"Diese Art der verdeckten Datenerhebung ist nach dem geltenden Versammlungsrecht illegal", sagt der Rechtsanwalt Fredrik Roggan, der im Vorstand der Humanistischen Union (eine Bürgerrechtsorganisation) sitzt.

Das ist aus gutem Grund so: Im Normalfall können Demonstrierende, die ein Überwachungsfahrzeug der Polizei oder die bislang eingesetzten Helikopter bemerken, frei entscheiden, ob sie sich dieser Maßnahme aussetzen wollen [...]. (Quelle: Zeit.de)