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Dienstag, 29. September 2009

Deep Packet Inspection und mehr: China immer erfolgreicher bei der Zensur des Internets

China's censorship arms race escalates (RConversation, Rebecca MacKinnon's Weblog)

Zitat:

As the 60th birthday of the People's Republic of China approaches, Internet users in China are complaining that the Internet has become even more difficult to use than ever before. Not only has the number of blocked websites increased, but the most popular censorship circumvention techniques and technologies have come under attack. (Quelle: RConversation.Blogs.com)

Immer mehr Zensur-Umgehungs-Technologien verlieren in China ihre Wirkung. Selbst Tor kann nur noch umständlich und mit Hilfe von Tricks verwendet werden. Die Frage ist, wer am Ende das Rennen gewinnen wird: Einfallsreiche Programmierer oder die Politik (ob in China oder anderswo). Ich befürchte, dass auf lange Sicht die Zensurvorhaben der Politik (ob in China oder anderswo) die Nase vorne haben wird.

Montag, 29. Juni 2009

IT-Überwachungstechnik westlicher Firmen kann meist mehr als in Europa/USA gesetzlich erlaubt

(Via Futurezone.ORF.at) IT and telco surveillance equipment - data sheets and presentations (Quintessenz.org)

Eine Sammlung von Datenblättern und Präsentationen von IT-Überwachungsprodukten von Nokia Siemens, Ericsson, Verint und anderen.

Zitat:

All systems are compliant to ETSI and CALEA "lawful interception" standards, the vendors themselves are involved in the standardization. While the official name of the game is still "lawful interception" the newer suites also perform "high speed government surveillance". From Iran to China they are ab/used to track down the democratic opposition, dissidents, ethnic and religious minorities. The vendors are mostly European and US companies. (Quelle: Quintessenz.org)

Donnerstag, 25. Juni 2009

Spitzeltechnologie für Iran: Warum Journalisten sich mit den Presseerklärungen von Siemens und Nokia nicht zufrieden geben sollten

Die Missverständnisse rund um Nokia, Siemens und den Iran (Schieflage)

Ich hab mal aufgeschrieben, wo Journalisten derzeit einen Fehler machen, welcher Diskussion aus dem Weg gegangen wird, wenn sie sich mit den Presseerklärungen von Nokia und Siemens hinsichtlich des Vorwurfes, das iranische Regime durch gelieferte Telekommunikationshardware und Software unterstützt zu haben, zufrieden geben.

Montag, 22. Juni 2009

Die guten Beziehungen zwischen BND und Siemens

Iran: Überwachung made in Germany (Süddeutsche Zeitung)

Der Artikel weist auf die guten Beziehungen zwischen Siemens, dem Lieferanten der iranischen Überwachungstechnologie (siehe früheren Eintrag in der Linkablage), und dem BND hin. Es ist gut denkbar, dass dem BND eine Hintertür in allen Siemens-Produkten zur Verfügung steht und der BND somit vielleicht auch über die Situation im Iran bestens Bescheid weiß.

Der Artikel schildert auch noch einmal anschaulich die Überwachungsfähigkeiten der von Nokia Siemens Networks angebotenen "Intelligence Platform".

Zitat:

Welche Inhalte einzelne Personen im Internet besuchen, wer welche E-Mail schreibt oder Fotos verschickt - all das lässt sich in einem hochmodernen Kontrollzentrum in Teheran verfolgen. Nach Angaben beteiligter Unternehmen kann das Regime Nachrichten auf Schlüsselworte durchsuchen, sie mitlesen und sogar verändern. (Quelle: Sueddeutsche.de)

Es hat schon seine Gründe, warum ich jede meiner E-mails zumindest per GPG signiere.

Ansonsten wird es jetzt natürlich wieder sehr interessant sein zu beobachten, in welchem Ausmaß die Nachricht von der tatkräftigen Unterstützung von Unrechtsregimen durch Nokia und Siemens einerseits und den Beziehungen zwischen Siemens und BND andererseits eine Verbreitung findet in den deutschen Medien. Zwei Medien werden höchstwahrscheinlich nicht berichten: Die Aktuelle Kamera (ARD-Tagesschau) und der Schwarze Kanal (ZDF-Heute). Und wenn doch, dann vermutlich nur verschämt in einem kleinen Online-Artikelchen. Kennwaja.

Wie der Iran nach der Wahl wie stark welche Internetanwendungen blockiert hat

A Deeper Look at The Iranian Firewall (Arber Networks Security Blog)

Statistiken und Diagramme dazu, wie Iran kurz nach der Wahl das Internet blockiert hat. Besonders SSH und Flash (YouTube-Videos also beispielsweise) wurden blockiert. Alleine Online-Spiele scheinen weitgehend nicht blockiert worden zu sein.

Die Analysen des Verhaltens der iranischen Zensoren muss und sollte doch Hinweise liefern dafür, um noch bessere Software zu programmieren, mit der sich leichter, sicherer und zuverlässiger Deep Packet Inspections und darauf beruhende Blockierungen und Sperren umgehen lassen?!

Montag, 8. Juni 2009

Ab 1. Juli gibt's in China auf allen neuen PCs zwangsweise den Bundestrojaner und eine Internetfiltersoftware

(Via Ars Technica) China Squeezes PC Makers (The Wall Street Journal)

China schreibt vor, dass alle dort ab 1. Juli neu gekauften PCs mit einem Regierungs-Filter-Trojaner ausgeliefert werden - entweder vorinstalliert oder per beiliegender CD. Damit soll das Verhalten von chinesischen Computernutzern kontrolliert werden. Man wolle so vor allem junge Menschen vor schädlichen Inhalten im Internet schützen.

Tja, in China ist das Internet und ist der eigene PC jetzt endlich, endlich, endlich dank dieser hervorragenden neuen "Jugendschutz"-Software kein "rechtsfreier" Raum mehr! Toll!!!

Zitat:

China plans to require that all personal computers sold in the country as of July 1 be shipped with software that blocks access to certain Web sites [...].

The government [...] says the effort is aimed at protecting young people from "harmful" content. [...]

Green Dam would link PCs with a regularly updated database of banned sites and block access to those addresses [...]. (Quelle: Online.WSJ.com)

Für Nutzer der Filtersoftware sei anschließend kaum nachvollziehbar, welche Webseiten gesperrt werden. Aber die Herstellerfirma des Regierungs-Filter-Trojaners versichert, dass man sich ansonsten um die bestmögliche Benutzerfreundlichkeit der Trojaner-Software bemüht habe. Hach, 'ne kuschelige Diktatur haben die da in China - und jetzt noch sauberer und sicherer.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Studie: Softwarehersteller kümmern sich häufig nicht um Sicherheitslücken ihrer Software

Studie: Viele Sicherheitslücken bleiben ungepatcht (Heise.de)

Ausschnitt:

IBMs Sicherheitsdienstleister X-Force hat seinen Bericht über das Jahr 2008 vorgelegt und dabei einige interessante Details hervorgehoben. So habe es 2008 für 53 Prozent der im Laufe des Jahres bekannt gewordenen Lücken keine Patches gegeben. Auch bei den im Jahr 2007 veröffentlichten Lücken gebe es für 44 Prozent immer noch keine Updates. Laut X-Force schlössen einige Hersteller Lücken aus dem Vorjahr im neuen Jahr nicht mehr. Bei den Markführern sei dies indes besser: Unter den zehn führenden Herstellern verblieben nur 19 Prozent der Lücke ungepatcht. (Quelle: Heise.de)

Wobei es wohl nicht so sehr auf die Anzahl ankommt, sondern auch auf die Art einer Sicherheitslücke. Viele Sicherheitslücken, die nur unter ganz bestimmten Bedingungen tatsächlich für den Anwender zu einem Problem führen, sind eventuell weniger risikoreich als eine oder wenige Sicherheitslücken, die viele Anwender unter nicht-exotischen Bedingungen einem Risiko aussetzen.

Allerdings könnten staatliche Stellen, die gezielt einzelne Personen ausschnüffeln wollen, auch solche "exotischen" Sicherheitslücken für ihre Zwecke ausnutzen (Stichwort "Bundestrojaner"). Kriminelle, die es nur auf das Geld von Computernutzern abgesehen haben, interessieren sich wohl eher für diejenigen Sicherheitslücken, die unter weniger exotischen Randbedingungen, also mit einer größeren Wahrscheinlichkeit, bei vielen Computernutzern ausnutzbar sind.

Montag, 23. Juni 2008

Firmen und Provider in USA forschen längst Surfverhalten von Kunden umfassend aus

Neue Überwachungsvorwürfe gegen Online-Werbesystem NebuAd (Heise.de)

Ausschnitt:

Die Firma NebuAd soll den Internet-Datenverkehr von Nutzern manipulieren und auf unerlaubte Weise umleiten [...]. Demnach schleuse NebuAd in den Internet-Datenstrom der Anwender Pakete ein, welche Nutzeranfragen auf NebuAd-betriebene Domains lenken, um dadurch Cookies zur Verfolgung des Surfverhaltens setzen zu können. Die Aktivitäten laufen im Hintergrund beim Provider ab und sind für den Internet-Nutzer unsichtbar. (Quelle: Heise.de)

Was für Schweine...

Mittwoch, 18. Juni 2008

Britischer Gerichtsprozess entlarvt: Viren und Trojaner luden unbemerkt kriminelles Material auf Laptop eines Angeklagten

(Via Fefes Blog) Malware not man blamed in chase abuse download case (Register.co.uk)

Ausschnitt:

[...] subsequent forensic investigation discovered that malware was responsible for silently downloading images of pre-pubescent kids onto the machine. Computer experts hired by both the defence and prosecution agreed with this analysis.

Computer forensic analyst Tami Loehrs said that malware surreptitiously served up pre-teen pornographic images onto the machine without the awareness of its user. Loehrs described the case as "one of the most horrific" she'd ever dealt with.

In her report to the court, Loehrs said "the laptop was compromised by numerous viruses and trojans, and may have been hacked by outside sources." (Quelle: Register.co.uk)

Ein Beispiel also dafür, wie der eigene Rechner manipuliert sein kann und damit strafbare Handlungen ausgeführt werden können, ohne dass der Anwender davon anscheinend etwas mitbekommt. Der Fall zeigt so auch noch einmal indirekt das Missbrauchspotenzial eines "Bundestrojaners" auf und wie wichtig es ist, dass Computernutzer vor einer unsichtbaren Manipulation ihrer Hard- und Software und ihrer Daten geschützt werden.

Sonntag, 10. Februar 2008

Neue Version von TrueCrypt: Kostenloses Verschlüsseln der Systempartition

TrueCrypt-Anleitung: Verschlüsselung der Systempartition (Fixmbr.de)

Das kostenlose TrueCrypt kann nun also auch endlich die Systempartition während des laufenden Betriebs verschlüsseln. Wunderbar!

Der Einsatz dieses (oder eines ähnlichen) Programms sollte Pflicht werden für alle Behörden-Laptops, damit beim Abhandenkommen des Laptops (oder beim Hinterlassen des Laptops als Pfand bei einer Prostituierten) keine Daten in falsche Hände geraten. Privatpersonen sollten außerdem auch ihre Desktop-Rechner verschlüsseln, da mittlerweile auch die deutsche Polizei gerne heimlich in die Wohnungen einbrechen möchte und heimlich am Rechner herummanipulieren möchte (Begriffe wie "Gentrifikation" zu verwenden reicht bekanntlich inzwischen, um ins Visier des Präventions-Amok-Vereins BKA zu gelangen und über ein Jahr lang intensiv observiert zu werden).

Mittwoch, 23. Januar 2008

Software zum Überprüfen von USB-Sticks

Fälschung in großem Stil (Heise - c't-TV)

Der Artikel schildert, dass viele gefälschte USB-Sticks in jüngster Zeit verkauft wurden, die Daten nicht zuverlässig speichern und verweist auf das kostenlose, vom c't-Redakteur Harald Bögeholz erstellte Programm H2testw, mit dem man USB-Sticks überprüfen kann.

Samstag, 19. Januar 2008

EU-Parlament will gefiltertes, kindergerechtes Internet - Droht umfassende Zensur?

EU-Parlament fordert schärferes Vorgehen gegen Kinderpornographie (Heise.de)

Ausschnitt:

Das EU-Parlament hat am Mittwoch mit großer Mehrheit einen umfassenden Bericht angenommen, der für [...] den Einsatz von Internetfiltern im Kampf gegen Kinderpornographie plädiert. [...] Die Abgeordneten regen zum Schutz der Kinderrechte die Schaffung eines "verhältnismäßigen", auf Dialog basierenden Regelungssystems an. Dieses soll für Provider, Netzbetreiber, Medien und andere Industriepartner gelten. Anvisiert wird dabei die Verhinderung beziehungsweise sogar das Verbot der Übertragung kindergefährdender Bilder und Inhalte. Dabei geht es nicht mehr nur um Kinderporno, sondern etwa auch um Video- und Computerspiele "mit gewalttätigem Inhalt". Zur Begründung heißt es, dass derlei Angebote "zur Gewalt und zum Sexismus anstiften und deshalb für die psychische und physische Entwicklung des Kindes schädlich sein können". (Quelle: Heise.de)

Sonntag, 9. Dezember 2007

Untergrundmarkt für Software-Exploits: IT-Professor Pohl wirft deutschen Sicherheitsbehörden vor, Bürger bewusst nicht zu schützen

(Via Ost:Blog) Bundesregierung verschweigt Gefahr durch geheime Sicherheitslücken (De.Internet.com)

Ausschnitt:

Vor einer unterschätzten und staatlich vertuschten Gefahr durch geheime Sicherheitslücken in Software warnt Professor Hartmut Pohl, IT-Sicherheitsexperte der FH Bonn Rhein Sieg. [...] Die Bugs würden dann für bis zu 300.000 Dollar auf dem Schwarzmarkt gehandelt und vom organisierten Verbrechen ebenso gekauft wie von Firmen und Geheimdiensten.

"Auch der BND hat das schon gemacht", weiß Pohl. Er schimpft: "Deutsche Behörden unterstützen diesen Untergrundmarkt, und wir sind der Gefahr schutzlos ausgeliefert." Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wirft er "Vernebelungstaktik" vor. (Quelle: De.Internet.com)

Deutsche Behörden wissen also um Sicherheitslücken und geben viel Geld aus, um dieses Wissen zu kaufen und dann geben sie diese Lücken bewusst nicht an die Öffentlichkeit oder den Softwarehersteller weiter, damit die Bürger geschützt werden können. Das ist also auch so eine Art "Bürgeropfer", das wir alle wohl im Namen der "Terror-Abwehr" erbringen sollen.

Freitag, 7. Dezember 2007

Microsoft: Zwei junge Mädchen hätten Chat-Software-Weihnachtsmann zum Sex überredet

Microsoft accuses kids of bullying Santa into sex chat (The Register)

Ausschnitt:

Gigantic global software beast Microsoft has blamed two young girls for killing Santa.

Now that it has pulled the plug on its oral-sex-obsessive MSN bot, the firm's spinners have tried to deflect scrutiny of its sloppiness by claiming that the outrage was caused by users.

Our story of how Santa turned nasty has been picked up by the AP newswire. It means Microsoft's lies over the affair are set to appear in papers and on news channels all over the world.

Here's the whopper that Microsoft spokesman Adam Sohn told AP: "It's not like if you say, 'Hello Santa', he's going to throw inappropriate stuff at you."

Erm, yes it is, Adam. It's pretty much exactly like that. When we innocently asked him to eat something, Santa said: "It's fun to talk about oral sex, but I want to chat about something else." (Quelle: TheRegister.co.uk)

Die Ausflüchte von "Frontal 21" auf Kritik an ihrer "Killerspiele"-Berichterstattung

Dittmayer vs. Frontal21 (D-Frag.de)

Ausschnitt:

Ein Kuriosum. Im November 2004 flimmerte der erste Bericht von Frontal21 über Gewalt in Computerspielen (»Videogemetzel im Kinderzimmer«) über deutsche Bildschirme. Viele Spieler beschwerten sich damals über die einseitige und schlecht recherchierte Berichterstattung, unter ihnen Matthias Dittmayer, der die Webseite Stigma Videospiele ins Leben rief. Es folgte ähnlich geartete Berichterstattung u.a. in den Sendungen Aspekte und Panorama, es folgten weitere Beschwerden von Spielern, es folgten Stellungnahmen des Rundfunkrates, des NDR-Intendanten und mehrerer Redaktionen. Es folgte vor allem ein Video von Matthias Dittmayer über all die kleinen Ungenauigkeiten und Recherchefehler in den oben genannten Sendungen. Ein Video, das innerhalb kürzester Zeit über YouTube so weite Verbreitung fand, dass sich Dr. Claus Richter, Redaktionsleiter von Frontal21, nun genötigt sah, dazu Stellung zu nehmen und eine inzwischen drei Jahre alte Sendung zu verteidigen. (Quelle: D-Frag.de)

Und die Antworten von Dr. Richter sind alles andere als zufriedenstellend. Da üben wir aber noch ein bisschen den Umgang mit den Kunden, die ihnen das morgendliche Brötchenfressen ermöglichen, Herr Richter, nicht wahr?

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Angela Merkel verhöhnt auf CDU-Parteitag Kritiker des Präventionsstaates

Innen- und Außenpolitik nicht mehr trennbar (24Stunden.de)

Ausschnitt:

Angela Merkel ist sich sicher: In den Zeiten des globalisierten Weltterros ist eine Innen- und eine Außenpolitik nicht mehr voneinander zu trennen. Wer dennoch so agiert, zeige sich provinziell, so Merkel. Gerade deswegen, weil die Trennung eben nicht mehr gegeben ist, sei der Einsatz der Bundeswehr im Inneren auch notwendig. [...] Überhaupt müsse Deutschland den Terroristen durch die Politik zeigen, dass man nicht naiv blauäugig sei.

"[...] und, liebe Freunde, deshalb brauchen wir unter bestimmten restriktiven Bedingungen auch die Onlinedurchsuchung, um Terroristen nicht das Signal zu geben: Hier könnt ihr zugreifen, hier gibt es keinen Schutz."

Ferner wirft sie [Angela Merkel] allen KritikerInnen vor, nicht zu wissen, wovon sie sprechen.

"[...] wer das als Marsch in den rechtlosen Überwachungsstaat diffamiert, der weiß wirklich nicht, was es heißt, in einem rechtlosen Überwachungsstaat zu leben. Der weiß nicht, wovon er spricht. Er verhöhnt die Menschen, die das leider erleben mussten."

Sie sollte sich ernsthaft mal mit dem Berliner Soziologen Andrej Holm und seiner Lebensgefährtin unterhalten [...]. (Quelle: 24Stunden.de)

Wenn sie denn ein wirksamer Schutz wäre, die Online-Durchsuchung... Aber selbst das ist sie ja nicht, weil man ihr als Terrorist leicht entgehen könnte. Und inwiefern die Bundeswehr im Inneren zur Terrorprävention eingesetzt werden soll, welchen konkreten Sinn und Nutzen das haben soll, darüber wird im Detail überhaupt nicht gesprochen. Nach möglichen Anschlägen, also bei möglichen Katastrophenfällen, kann sie ja schon heute notfalls eingesetzt werden im Inneren.

Freitag, 30. November 2007

Computerspiele und Gewalt - Stigma-Videospiele.de arbeitet gegen die Hetze in den Medien

Stigma-Videospiele.de

Matthias Dittmayer möchte mit dieser Webseite eine andere Sicht auf Computerspiele und Computerspieler etablieren - gegen die Hetze in den Medien gegen angeblich gewaltversessende Computerspieler.

Computerspiele und Gewalt: Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern verstummt in Blogosphäre nicht

Medien im Blutrausch (Stefan Niggemeier)

Ausschnitt:

Und ich kann es nicht fassen, dass in Großbritannien zum Beispiel eine breite Diskussion stattfindet über Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit in den Medien, die sogar dazu führt, dass die „Noddys” in Frage gestellt werden, die Gegenschüsse auf nickende Fragesteller, die nachträglich gedreht und in Fernsehinterviews geschnitten werden, und bei uns kann die Redaktion von „Kontraste” einfach die Kritiker blöde anpöbeln und der Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Jobst Plog, kann in einer Erklärung sinngemäß sagen: Klar haben wir die lachenden Gesichter von zwei Leuten einfach hinter eine Szene geschnitten, über die sie in Wahrheit gar nicht lachen, das machen wir immer so, na und? [...] Und es bricht kein Sturm der Entrüstung los und keine breite Debatte über den Zustand des öffentlich rechtlichen Vorzeigefernsehjournalismus und stattdessen reden wir über das Nazometer von Schmidt & Pocher? (Quelle: Stefan-Niggemeier.de)

Im Ignorieren von Kritik sind unsere öffentlich-rechtlichen Medien einsame Spitze. Aber das wird sich rächen. Die sollten vorsichtig sein. Die Entfremdung zwischen öffentlich-rechtlichen Medien und dem Publikum unter 40 Jahren ist schon jetzt meiner Beobachtung nach erheblich groß. Sollte das andauern bis die nächste Politikergeneration an die Macht kommt, können kluge Köpfe schon einmal Reformen ausarbeiten, die eine Zusammenlegung aller öffentlichen Sender, eine Straffung also, vorsehen und eine ausgereiftere Kontrolle über die Qualität der Sendungen sicherstellen. Denn so, wie es heute läuft, kann es nicht weitergehen mit ARD und ZDF.

Siehe auch: Wie ARD, ZDF und WDR die Zuschauer verarschen bei Berichterstattung rund um "Killerspiele" (Linkablage)

Mittwoch, 28. November 2007

Keine deutschen Tor-Server mehr nach Einführung der Vorratsdatenspeicherung

We are fucked individually! (Ravenhorst)

Ausschnitt:

Die Umsetzung der EU-Richtlinie 2006/24/EG verankert im Gesetz die Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung für jeden, der einen öffentlich erreichbaren Anonymisierungsdient anbietet, dessen Funktionen darauf ausgelegt sind, "maßgebliche" Original-Verkehrsdaten zu verändern, worunter bei Anonymisierungsdiensten primär die IP-Adresse fällt. Das bedeutet für Tor Router Betreiber, das sowohl Tor Eingangs-, Middleman- als auch Ausgangs-Router Betreiber zur sechsmonatigen Vorratsspeicherung der in Verbindung mit dem Betrieb des Routers anfallenden Verkehrsdaten gezwungen sind. [...] Die Umsetzung des Cybercrime-Übereinkommens des Europarates im Gesetz durch Änderung des § 100g der Strafprozessordnung erlaubt den dazu berechtigten Stellen, nach gerichtlicher Anordnung (oder für drei Tage nach staatsanwaltschaftlicher Anordnung bei Gefahr im Verzug) die Verkehrsdaten von Tor Router Betreibern zu erheben und zwar auch in Echzeit und nicht nur als Rückgriff auf bevorratete Speicherungen. Das bedeutet auch, der Betreiber eines Tor Routers muss ggf. in der Lage sein, die bei ihm anfallenden Verkehrsdaten unmittelbar an die berechtigten Stellen weiterzuleiten. [...] Die Umsetzung des Cybercrime-Übereinkommens des Europarates im Gesetz durch Änderung des § 110 der Strafprozessordnung erlaubt den dazu berechtigten Stellen, die Rechner in einem Rechenzentrum oder einer Firma, angemietete Root-Server usw., auf denen ein Tor Router läuft, noch vor einer Beschlagnahmung zu durchsuchen, dortige Daten zu erfassen und zu speichern [...]. (Quelle: Blog.Kairaven.de)

Die von SPD und Union beschlossene Vorratsdatenspeicherung macht also das Betreiben von Tor-Servern in Deutschland unmöglich.

Wie ARD, ZDF und WDR die Zuschauer verarschen bei Berichterstattung rund um "Killerspiele"

(Via Pantoffelpunk) Wie ARD, ZDF und WDR ihre Zuschauer ganz bewusst und umfassend belügen und betrügen und verarschen bei der Berichterstattung rund um sogenannte "Killerspiele": YouTube - Killerspiele in ARD, ZDF und WDR (Youtube.com)

Anmerkungen des Autors zu seinem Video:

Zusammenfassung von Fehlern in der Berichterstattung über "Killerspiele" von hartaberfair, Frontal21, Kontraste und Panorama.
Mehr auf: www.stigma-videospiele.de [...]

Zwei Anmerkungen:

1. Den Comments nach haben einige das Video so verstanden, dass hartaberfair das Battlefield-Video eingeblendet hat. Die Einblendung stammt von mir, da die Beschreibung von Herrn Pfeiffer mehr auf BF als auf WoW passt. Ich dachte, dass ich durch das "Ops" klar gemacht hätte, dass ich "ausversehen" das falsche Video zur Beschreibung eingeblendet hätte. Auch fehlen bei der Einblendung WDR-Logo und hartaberfair-Schriftzug.

2. Meine Aussage bezüglich der Hirnverkümmerung durch Videospiele ist etwas zu verkürzt. Es hätte heißen sollen "Es gibt keine Beweise für - solche - dauerhaften Auswirkungen von Computerspielen." (Quelle: YouTube.com)