Das Märchen vom Staatsstreich in Honduras (Welt.de)
Es erstaunt mich immer wieder, wie Teile der deutschen Medien, allen voran der Springer-Verlag, ihre angeblich so geschätzte Kundschaft und Leserschaft nach Strich und Faden bescheißt und belügt, nur um politische Bewegungen am anderen Ende der Welt, in diesem Fall in Südamerika, in einem schlechten Licht darstellen zu können. Das erinnert an die Zeiten des kalten Krieges. Warum kann man in den deutschen Medien immer wieder beobachten, dass wegen eines Hugo Chávez jede journalistische Sorgfalt beiseite gelegt wird und dem Leser nachweislich und völlig offensichtlich Unwahrheiten aufgetischt werden? Und das noch nicht einmal unter dem Label "Kommentar" oder "Analyse", sondern mitten im Nachrichtenteil. Faszinierend. Entweder der Zeitung "Die Welt" ist ihr Ruf völlig schnurzpiepegal, oder die Verlagseigentümer von Springer sind finanziell irgendwie heftig verwoben mit Teilen der reichen Gesellschaftsschicht in Süd- und Mittelamerika oder aber der Springer-Verlag ist weiterhin ein dermaßen ideologisch aufgeladenes Kampfmedium, das einem im Vergleich dazu das Neue Deutschland als ein harmloses, unpolitisches Blättchen erscheinen muss.
Mittwoch, 1. Juli 2009
Berichterstattung über Honduras: Welt.de will kein seriöses Medium mehr sein und erzählt Märchen
Freitag, 21. November 2008
Bild.de: US-Banken wurden gezwungen, an Arme Kredite zu geben; US-Bankenwelt als Caritas
Hinweise des Tages, 21. November 2008 um 9:30 Uhr (NachDenkSeiten.de)
Die NachDenkSeiten verweisen unter Nr. 12 auf einen Artikel bei Bild.de, in dem die "Sozialpolitik" der USA verantwortlich gemacht wird für die weltweite Finanzkrise. Weil es in den USA ein Gesetz gibt, das die Banken aufmuntert, mehr Kredite für Immobilien zu vergeben, wäre daraus die weltweite Finanzkrise entstanden. Wolfgang Lieb kommentiert diesen Schwachsinn so:
Die kriminellen Kettenbriefe, die Kreditderivate alles nur Folge der Sozialpolitik? Die armen Banken waren sozusagen von der Politik gezwungen, den Leuten Hypotheken anzudrehen. Die ganze Bankenwelt nur eine große Caritas und die Investmentbanker wollten nur das Beste für die armen Leute. (Quelle: NachDenkSeiten.de)
Dienstag, 18. November 2008
"Welt am Sonntag" preist in einem Artikel fragwürdige Firma "Euroweb" an
(Via Lawblog.de) In sieben Jahren 13 000 neue Kunden (Welt.de)
Ein johurnalistischer Artikel bei Welt.de über die Firma "Euroweb". Udo Vetter kommentiert das lakonisch mit den Worten: "Journalismus von heute".
Mehr über Euroweb erfährt man hier und hier. Aber eine einfache Google-Suche als Anfangsschritt für eine Recherche kann man Journalisten bei der "Welt am Sonntag" natürlich nicht zumuten. Dumm nur, wenn die Leser das dann machen.
Montag, 17. November 2008
Der DFB und der Schmierenjournalismus des Springer-Verlags - ein Paar, das wunderbar zusammenpasst
Blogs, Meinungsfreiheit, PR & Lügen: DFB vs. Jens Weinreich (Netzjournalist)
Thomas Mrazek listet noch einmal die Quellen rund um den DFB-Skandal rund um Theo Zwanziger auf.
Die Medien reagieren bislang fast gar nicht. Oder übernehmen gar das ekelhafte Lügengeschwätz dieses ekelhaften Vereins namens Deutscher Fußballbund, wie zum Beispiel (und natürlich) die ekelhafte Zeitung "Welt am Sonntag", wie Stefan Niggemeier berichtet.
Das Publikum guckt zu. Das Publikum wird sich seine Meinung bilden über diese ekelhaften deutschen Medien. Irgendwann wird das Konsequenzen haben, auch wenn nicht wenige deutsche Journalisten bislang allzu häufig erfolgreiche, von Lobbyisten bezahlte, Meister im Verdrehen, Diffamieren, Weglassen und Desinformieren waren.
