TagesZeichen, Sendung vom 07.02.2008 (MP3-Datei, WDR-Radiosendung "Das TagesZeichen")
Wie eventuell die US-Geheimdienste und die US-Administration, sowie vermutlich auch Abgeordnete der Demokraten von türkischen und pakistanischen Geheimdiensten unterwandert sind und wie ein Whistleblower am Reden gehindert wird.
P.S.: Man sollte die MP3-Datei so schnell wie möglich herunterladen, weil sie bald online nicht mehr abrufbar sein wird. Der WDR löscht die Audiodateien nämlich immer nach einiger Zeit.
Montag, 11. Februar 2008
Welchen Einfluss haben ausländische Geheimdienste auf die US-Politik?
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Joschka Fischer: Kein Vertrauen in friedlichen Zweck von Irans Atomprogramm
Joschka Fischer über den US-Bericht zu Iran: Nach dem Knall (Zeit.de)
Joschka Fischer sieht keine Entwarnung. Zwar sei klar, dass eine militärische Option gegenüber dem Iran nie realistisch bestanden habe, aber der Iran bleibe auch nach der Entwarnung durch US-Geheimdienste, dass eventuell aktuell keine Bombe gebaut würde, gefährlich, so Fischer. Schließlich habe der Iran immerhin die Absicht gehabt, eine Bombe zu bauen. Es fehlten glaubwürdige Erklärungen, dass Irans Urananreicherung und Irans Schwerwasserreaktor (mit dem Plutonium erzeugt werden kann) nicht für den Bau von Atomwaffen gebraucht werden.
Ausschnitt:
Iran verfügt lediglich über ein von Russland fast fertiggestelltes Atomkraftwerk in Busheer am Persischen Golf. Allerdings wird dieses AKW nur ans Netz gehen, wenn Iran dafür exklusiv russische Brennelemente einsetzt und die abgebrannten Brennelemente wieder an Russland zurückgibt. Ansonsten hat Iran für die Dauer von mindestens einem Jahrzehnt schlicht keinen Bedarf für eine eigene Brennelementeproduktion.
Die Behauptung, dass Iran in den nächsten zehn Jahren zum Zwecke der Stromerzeugung massiv seine nuklearen Reaktorkapazitäten ausbauen will (Iran verfügt über die weltweit zweitgrößten Erdgasreserven und sehr große Ölreserven!), wirkt angesichts der Fakten alles andere als überzeugend. Zudem hat Iran das europäische Angebot zur Lieferung modernster Leichtwasserreaktoren abgelehnt, was die Glaubwürdigkeit der Erklärungen der iranischen Regierung noch weiter untergrub. [...]
Iran hat das Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Der Konflikt mit Teheran geht nicht um dieses Recht, sondern um den Mangel an Vertrauen in die Absichten der Teheraner Regierung und die Glaubwürdigkeit ihrer Erklärungen. Und damit ist es angesichts der Existenz eines Atomwaffenprogramms bis 2003, des Verhaltens Irans in der Vergangenheit und des Designs seines aktuellen, öffentlich bekannten Nuklearprogramms nicht sehr weit her. (Quelle: Zeit.de)
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Der Bericht über Irans Atomwaffenprogramm und die neuen Arbeitsmethoden der US-Geheimdienste
US-Bericht über Iran - Pressefotos und ein geklauter Laptop (Süddeutsche.de)
Hintergrundinformationen zu den neuen Arbeitsmethoden der US-Geheimdienste.
Ausschnitt:
McConnell wies seine Leute an, Informationen nicht von vornherein als unsinnig abzutun, die bisherigen Erkenntnissen widersprachen. Es wurden nicht nur die tatsächlichen technischen Fähigkeiten der Iraner geprüft. McConnell forderte auch Analysen über die mutmaßlichen Absichten Teherans an. Zudem wurden sogenannte "red teams" eingerichtet, die sämtliche Positionen des Berichts noch einmal in Frage stellen sollten, um so die Schwachpunkte zu ermitteln. Besonders prüften die Amerikaner die Möglichkeit, dass Teheran die Informationen gezielt gestreut haben könnte, um die USA in die Irre zu führen. Was offenkundig verworfen wurde. (Quelle: Süddeutsche.de)
Kein Atombombenbau im Iran: Die US-Geheimdienste versalzen Bush die Suppe
Puh, doch kein Weltkrieg! (Zeit.de)
Spekulationen über die Hintergründe und Auswirkungen des Berichts der 16 amerikanischen Geheimdienste, Iran würde derzeit keine Atombombe bauen.
Ausschnitt:
Der Präsident wusste es seit August. Jetzt weiß es die ganze Welt – und in der Debatte um die iranische Atombombe ist nichts mehr, wie es war. Ein Neun-Seiten-Papier hat die Weltlage im Handumdrehen verändert. Noch nie hat ein Geheimdienstbericht einen weltpolitischen Streit so plötzlich, so vollständig auf den Kopf gestellt. Die amerikanischen Nachrichtendienste – und zwar alle 16 unisono – konstatieren im soeben veröffentlichten National Intelligence Estimate (NIE), der Iran habe sein Atomwaffenprogramm im Herbst 2003 aufgegeben.
Wie bitte? Vor wenigen Wochen erst, Mitte Oktober, hatte der amerikanische Präsident vor einem »Dritten Weltkrieg« gewarnt, wenn Irans Atomprogramm nicht gestoppt werde. Da war George W. Bush, wie sich jetzt herausstellt, längst über das neue Bild informiert, das seine Spione von den nuklearen Ambitionen des Mullah-Regimes zeichnen. [...] Das Ganze erinnert fatal an Bushs Vorbereitung des Irakkrieges mit gezielten Übertreibungen und Falschinformationen.
Diesmal aber wollen die Geheimdienste dabei nicht mehr mitspielen. (Quelle: Zeit.de)
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Internationale Ärztevereinigung gegen Atomkrieg enthüllt manipulative Berichterstattung im "Spiegel"
(Via NachDenkSeiten.de) IPPNW widerspricht SPIEGEL-Artikel (IPPNW.de)
Ausschnitt:
Nach Auffassung der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung) ist der Artikel "Legenden vom bösen Atom" im Magazin "Der Spiegel" vom 19.11.2007 nicht seriös. Der Autor des Beitrages stützt sich unter anderem auf alte und längst widerlegte Zahlen sowie auf Aussagen des Münchner Strahlenbiologen Professor Albrecht Kellerer. Dieser hat als ausgewiesener Befürworter der Atomenergie die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl schon 1990 und somit zu einem Zeitpunkt pauschal bestritten, als dies wissenschaftlich überhaupt noch nicht abschätzbar war.
Der Spiegel behauptet, die sibirische Atomwaffenschmiede Majak habe weniger Strahlenopfer zur Folge als erwartet. Das Gegenteil dessen ist der Fall [...]
Der Spiegel behauptet auf der Grundlage einer Pressemitteilung der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) vom September 2005, dass in der Tschernobyl-Region mit höchstens 4.000 zusätzlichen Krebs- und Leukämietoten gerechnet werden müsse. "Diese Zahl ist völlig unsinnig" so der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Dr. Sebastian Pflugbeil. [...]
Nicht haltbar ist auch die Spiegel-Darstellung bezüglich der strahlenbedingten Todesfälle durch das Zünden von Atomwaffen. [...]
Millionen Menschen starben zudem - was der Spiegel vollständig unterschlägt - an den Folgen der Atomwaffentests.
Die IPPNW warnt eindringlich vor einer leichtfertigen Legendenbildung vom "harmlosen Atom", wie es im Spiegel Artikel zum Ausdruck kommt. Dies dient weniger einer seriösen wissenschaftlichen Auseinandersetzung, als vielmehr den Interessen der Befürworter einer zivilen oder militärischen Nutzung der Atomenergie. (Quelle: IPPNW.de)
Aber die Befürworter einer zivilien oder militärischen Nutzung der Atomenergie haben doch so vieles, schönes Geld! Das sollte man doch nicht einfach so links liegen lassen, werden sich die Spiegel-Autoren vielleicht gedacht haben.
Dienstag, 4. Dezember 2007
Alle Geheimdienste der USA: Irans Atomprogramm ist eingestellt
Irans Atomprogramm ist eingestellt (Tagesschau.de)
Ausschnitt:
Bereits 2003 soll Iran sein Programm zum Bau von Atomwaffen aufgegeben haben - das geht aus einem Bericht aller 16 US-Geheimdienste hervor. Ganz andere Töne also, als die der US-Regierung bisher. [...] Sicherheitsberater Hadley erklärt dazu: "Unsere Einschätzung ist, dass Iran das Programm 2003 vor allem wegen des internationalen Drucks gestoppt hat. Das deutet darauf hin, dass Iran eher nach einem Kosten-Nutzen-Prinzip vorgeht und nicht so schnell wie möglich die Atomwaffe haben will, ohne auf die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Folgen zu achten." (Quelle: Tagesschau.de)
