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Freitag, 8. Mai 2009

Mehr Schund, den Bosbach und das Wiefelspützchen verbieten sollten

You can't please everyone (Cynical-C.com)

Mal was Lustiges zwischendurch. Es gibt ja nicht nur in der Politik Massen an Irrsinn. Nein, die Ignoranz ist bekanntlich überall zu finden.

Cnyical-C.com liefert dazu wunderbares Anschauungsmaterial. Cynical-C.com sammelt "One-Star-Reviews" von klassischen Werken bei Amazon.com. Soll heißen: Was Amazon-Kunden zu klassischer Literatur, Musik und klassischen Filmen schreiben, die diesen berühmten Werken in ihren Bewertungen und Rezensionen dann jedoch nur einen einzigen kümmerlichen Stern geben (ein Stern = schlecht, fünf Sterne = toll).

Zitat:

One star Amazon reviews of classic movies, music and literature. Today we take a look at The Odyssey: [...]

This book had been recommended to me so I decided to read it. It is the worst, no exaggeration, book that I have ever read. It was totally incomprehensible. The plot was not even interesting! [...]

I thought this story was very gross. I mean come on. [...] It’s like Scylla comes out of the water and chomps these people out of the ship and blood showers everywhere. [...] If you really like gory stories you will like it. (Quelle: Cynical-C.com)

Hmm. Aber wenn ich mir die Politik der letzten Tage anschaue, beschleicht mich eine bestechende Idee: Von der Leyen, Bosbach und das Wiefelspützchen sollten einfach gucken, welche Bücher, Filme, Computerspiele und so weiter bei Amazon.de nur einen Stern erhalten und diese Dinge dann verbieten. So könnten sie ihre Sucht nach immer mehr Verboten ausleben und ihre Utopie einer sauberen Gesellschaft, die sich nicht entarteten Filmen, entarteten Computerspielen, entarteten Sportarten und sonstigen entarteten Freizeitbeschäftigungen widmet, leichter und effizienter verwirklichen. Und großer Kollateralschaden wäre dabei ja auch nicht zu erwarten, wie man anhand der bei Cynical-C.com aufgelisteten Amazon-Bewertungen sieht. Wer braucht schon Homers "Odyssee"?

Samstag, 28. Februar 2009

Der archaische Futurismus

Futurismus (Wikipedia.org)

Der Wikipedia-Artikel über den greisen "Futurismus", der gerade einhundert Jahre alt geworden ist, offenbart, wie der Futurismus der Steigbügelhalter von Faschismus und Nationalsozialismus war und wie Faschismus und Nationalsozialismus damals als "modern" erscheinen konnten.

Nicht der einzelne Mensch, das Individuum mit seinen Bedürfnissen, steht beim Futurismus im Mittelpunkt, sondern ein unpersönliches, ekstatisches Wir. Nicht die Abwägung von Risiko und Nutzen, der sinnvolle Einsatz von Technik, die Anpassung von Gesellschaft und Technik an das Individuum und seine Bedürfnisse sind das Ziel, sondern Testosteron-getriebenes, gedankenloses Gasgeben immer und überall.

Wenn "Du", lieber Mitleser, dabei überfahren werden würdest, würde das das anonyme Mitglied einer ekstatischen "Futuristen-Raser-Masse" keinen Deut stören.

Modernität sieht anders aus. Aber der Futurismus ist in Italien und anderswo wohl immer noch "modern". Was man halt so in den dumpfen Kreisen für "modern" hält.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Deutschland: Fotografieren von mit Steuergeldern finanzierten pseudo-privaten Parks VERBOTEN

Gericht: Fotoportal unterliegt bei Aufnahmen trotz Fotoverbot der Störerhaftung (Heise.de)

Die sogenannte Panoramafreiheit sei Kinderkacke, sagt das Landgericht Potsdam und sagt, dass praktisch öffentlich zugängliche Parkanlagen, die von der dick und kräftig und mächtig und umfassend mit Steuergeldern beschenkten Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verwaltet werden, nicht vom steuerzahlenden Untertanen fotografiert werden dürfen. Und auch gegen Internetportale, die diese Fotos von Dritten dann veröffentlichen, kann ab sofort die Abmahnkeule herausgeholt werden.

Da unsere Politiker niemals, ich betone: NIEMALS ein Gesetz zu Ungunsten von Urheberrechtsbesitzern ändern werden in diesem Land, hätte ich eine andere Lösung: Einfach alle Steuergelder für diese Stiftung streichen. Anscheinend kann sie ja enorm viel Geld durch den Verkauf von Fotos ihrer im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands wirklich recht schmächtigen und langweiligen Parkanlagen (ich sage nur: Schlosspark Charlottenburg... lachhaft) selbst eintreiben. Wozu dann noch Steuergelder?

Dienstag, 9. Dezember 2008

Bundesanwaltschaft geht gegen Kritiker des Überwachungsstaates vor: Künstler musste Aktion wegen Drohungen unterbrechen??

Call Wolfgang: talk to Monika (Annalist)

Annalist meldet, dass der Künstler Johannes Kreidler seine Aktion "Call Wolfgang", bei der zwei Computer via Voice-over-IP "verdächtige" Begriffe austauschen, wegen einer Warnung der Bundesanwaltschaft unterbrechen musste.

Leider erfährt man bislang auf den Webseiten des Künstlers nichts über diesen möglicherweise äußerst fragwürdigen Einschüchterungsversuch der Bundesanwaltschaft.